Seit zwei Tagen bin ich nun wieder in Lüneburg und was soll ich sagen, es ist frisch hier, sogar sehr frisch. Trotzdem habe ich heute gleich einmal die wenigen Sonnenstrahlen genutzt, um mein Slice erstmalig in diesem Jahr auszuführen. Und natürlich konnte ich es nicht lassen und habe gleich mal aufs Gas gedrückt. Viel ging aber nicht, denn die Beine sind noch ziemlich müde vom Lager. Jetzt bin ich mal richtig gespannt, ob noch eine anständige Form bis zum nächsten Wochenende kommt.
In diesem Jahr hat sich ein Rekordfeld von mehr als 230 Athlethen für den Duathlon in Scheeßel angekündigt. Letztes Jahr hatte ich eine unglaublich gute Form in Scheeßel und konnte entsprechend auch gewinnen. Aber in für dieses Jahr sehe ich da eher schwarz. Mir fallen beim Lesen der Startliste gleich mehrere Sportler ein, die das Ding gewinnen können. Naja wir werden sehen....
Bis später dann
Frank
Freitag, 6. April 2012
Samstag, 31. März 2012
Noch vier Mal aufstehen...
... und dann geht es schon wieder nach Hause. Ich freue mich schon riesig darauf, meine drei Hasen wieder bei mir zu haben. Allerdings ist mir ja ein bisschen bange vor den Wetteraussichten der nächsten Tage im Lüneburger Land. Das klingt ja so, als ob ich wieder die Rolle rausholen müsste.
Aber Schluss jetzt mit dem Zukunftsgeschwafel und zurück zur Gegenwart.
Unser zweiter Trainingsblock ist vorbei und es stehen weitere 480 Radkilometer und 30 Laufkilometer zu Buche. Darunter ein schöner 200er mit fast 4000 Höhenmetern. Leider musste ich das Lauftraining etwas reduzieren, da mal wieder meine Achillessehne herum zickt. Aber alles nicht so tragisch. Mit etwas Zurückhaltung beim Laufen wird sich das schon wieder geben. Für den nächsten Block soll das Wetter etwas schlechter werden, aber im Großen und Ganzen werden wir wohl das geplante Training absolvieren können. Morgen soll es zum Beispiel am Coll dels Reis (Sa Calobra) einen kleinen Formtest geben. Wollen wir doch mal schauen, was mein Powertap so ausspucken wird.
Leider muss ich erwähnen, dass ich den zweiten Trainingsblock alleine, bzw. mit Dieter absolvieren musste. Julian hatte es am letzten Ruhetag (bzw. am entspr. Abend) dann doch noch erwischt. Ein kleiner fieser Infekt kam in einer seiner vielen Schlafpausen daher gekrochen und setzte sich in seinem geschundenen Körper fest. Gefühlte 40 Homöopathische Tablettenschachteln später scheint es wieder mit ihm aufwärts zu gehen und dem nächste Block steht nix mehr im Wege.
Bis denne und ganz viele Küsschen an meine Trainingsgruppe daheim
Frank
Unser zweiter Trainingsblock ist vorbei und es stehen weitere 480 Radkilometer und 30 Laufkilometer zu Buche. Darunter ein schöner 200er mit fast 4000 Höhenmetern. Leider musste ich das Lauftraining etwas reduzieren, da mal wieder meine Achillessehne herum zickt. Aber alles nicht so tragisch. Mit etwas Zurückhaltung beim Laufen wird sich das schon wieder geben. Für den nächsten Block soll das Wetter etwas schlechter werden, aber im Großen und Ganzen werden wir wohl das geplante Training absolvieren können. Morgen soll es zum Beispiel am Coll dels Reis (Sa Calobra) einen kleinen Formtest geben. Wollen wir doch mal schauen, was mein Powertap so ausspucken wird.
Leider muss ich erwähnen, dass ich den zweiten Trainingsblock alleine, bzw. mit Dieter absolvieren musste. Julian hatte es am letzten Ruhetag (bzw. am entspr. Abend) dann doch noch erwischt. Ein kleiner fieser Infekt kam in einer seiner vielen Schlafpausen daher gekrochen und setzte sich in seinem geschundenen Körper fest. Gefühlte 40 Homöopathische Tablettenschachteln später scheint es wieder mit ihm aufwärts zu gehen und dem nächste Block steht nix mehr im Wege.
Bis denne und ganz viele Küsschen an meine Trainingsgruppe daheim
Frank
Dienstag, 27. März 2012
Besser geht es nicht
Hola aus Can Picafort,
heute haben wir unseren ersten Ruhetag. Zeit also, einige Zeilen zu hinterlassen.
Vier Tage Training liegen nun hinter Julian und mir (auch der Dieter hat sich für 2 Tage eingemischt). Und alles bei feinstem spanischen Wetter. Sonne satt und Temperaturen über 20 °C. Allerdings garniert mit ordentlich frischem Wind. Ansonsten wäre es aber auch zu leicht, das soll hier ja kein Wellness-Urlaub werden.
In Zahlen ausgedrückt: 430km auf dem Rad und 30km zu Fuss. Julian hält sich erstaunlich gut und hat bisher noch nicht geschwächelt. Für den nächsten Block stehen nun deutlich mehr Höhenmeter auf dem Plan, weshalb unser junger Student wohl doch etwas unruhiger wird.
Und für alle Freunde des wattgesteuerten Trainings. Ich bin ja nun zum ersten Mal mit meinem Powertap in einem Frühjahrstrainingslager unterwegs. Am Berg und beim KA Training ist das echt eine riesen Hilfe. Ansonsten ist das Ding aber nicht nur ein Segen und kann einem auch ziemlich unter Druck setzen (da hilft es manchmal auch, nur dem guten alten Gefühl zu vertrauen). Zu langsam sind wir jedenfalls nicht unterwegs.
Jetzt noch ein paar Bilderchen
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| Rückweg und Julian hat es eilig (mal wieder) |
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| Dieter in Bunyola |
Nun muss ich es nur noch schaffen, diesem Student die Schlafgewohnheiten (gefühlt 15h Schlaf) auszutreiben. Wie oben schon gesagt, das ist hier ja kein Wellness.
Und zum Schluss noch ganz viele liebe Küsschen an meine daheim gebliebenen großen und kleinen Lieblinge... zum Glück gibt es ja Skype.
hasta luego
Frank
Donnerstag, 22. März 2012
Auf geht`s
Moin moin,
bevor ich morgen nach Mallorca fliege, um endlich einige Kilometer auf dem Rad zu sammeln, noch schnell ein paar Worte zu den letzten Wochen.
Ich konnte gut trainieren und hatte zum Teil schon ein richtig gutes Gefühl beim Laufen und auf dem Rad/Rolle. Deshalb habe ich mich in den letzten 4 Wochen auch gleich an zwei Halbmarathon-Wettkämpfen versucht. Leider war jedesmal ein Läufer schneller und ich kam auf Platz 2 ins Ziel. Die Zeiten waren dabei eher zweitrangig, da diese Läufe hier in der Umgebung selten schnell sind. Es geht ständig rauf und runter, über Felder und ausgefahrene Waldwege, entweder im Schlamm oder Mullersand. Hier nennt man sowas dann "Landschaftslauf".
Nun aber auf nach Can Picafort und hoffen, dass die Sonne scheint. Es steht einiges auf dem Plan und nach einem Jahr Trainingslagerabstinenz bin ich richtig motiviert mich zu quälen.
Leider bleibt der Rest der Familie in der Heimat... die werden mir richtig doll fehlen...
bis später von der Insel
Frank
bevor ich morgen nach Mallorca fliege, um endlich einige Kilometer auf dem Rad zu sammeln, noch schnell ein paar Worte zu den letzten Wochen.
Ich konnte gut trainieren und hatte zum Teil schon ein richtig gutes Gefühl beim Laufen und auf dem Rad/Rolle. Deshalb habe ich mich in den letzten 4 Wochen auch gleich an zwei Halbmarathon-Wettkämpfen versucht. Leider war jedesmal ein Läufer schneller und ich kam auf Platz 2 ins Ziel. Die Zeiten waren dabei eher zweitrangig, da diese Läufe hier in der Umgebung selten schnell sind. Es geht ständig rauf und runter, über Felder und ausgefahrene Waldwege, entweder im Schlamm oder Mullersand. Hier nennt man sowas dann "Landschaftslauf".
Nun aber auf nach Can Picafort und hoffen, dass die Sonne scheint. Es steht einiges auf dem Plan und nach einem Jahr Trainingslagerabstinenz bin ich richtig motiviert mich zu quälen.
Leider bleibt der Rest der Familie in der Heimat... die werden mir richtig doll fehlen...
bis später von der Insel
Frank
Dienstag, 7. Februar 2012
König Ludwig Lauf - ein Bericht
Vorsicht, dieser Bericht ist sehr lang!!!
Am 3.2. 2012 machten sich 3 wagemutige Lüneburger auf den Weg ins schöne Allgäu nach Oberammergau, Austragungsort des größten deutschen Skimarathons und einzige Station der Worldloppet-tour in unserem Heimatland. Es galt, 51 km auf den Langlauflatten zu absolvieren - für Falk in der freien (Skating) und für Dirk und mich in der klassischen Technik. 8 Stunden dauerte unsere Fahrt quer durch Deutschland. Zeit genug also, um sich schon einmal mit dem vermeintlich größtem Hinderniss des Wochenendes auseinander zu setzen. Der Kälte. Die Prognosen hatten uns ja bereits vorgewarnt, dass es Temperaturen um die - 24 °C geben wird. Nur konnte sich keiner von uns so richtig vorstellen, wie kalt das eigentlich ist. Sport haben wir jedenfalls bei solchen Temperaturen noch nie getrieben.
In Oberammergau angekommen, holten wir unsere Startunterlagen und Falk ließ sich seine Ski für das Skatingrennen am Samstag wachsen. Noch lagen die Temperaturen um die -15 °C. Nachdem wir dann unsere Ferienwohnung bezogen hatten, gingen Dirk und Ich raus auf die Loipe, um wenigsten noch einmal richtige Ski unter den Füßen gehabt zu haben (und nicht nur Rollski). Außerdem konnte man so die Kleiderwahl für den Wettkampf testen. Mit zugeeistem Bart ging es nach lockeren 12km zurück ins Appartement, wo wir dann leider feststellen mussten, dass die Heizung offensichtlich nur zur Zierde eingebaut war. So richtig warm wurde es jedenfalls das ganze Wochenende nicht mehr in der Bude. Zum Abendessen gingen wir in die Stadt. Langsam gingen die Temperaturen runter und wir bekamen einen sehr guten Eindruck, was uns am nächsten Tag erwarten würde. Das Ausziehen der Handschuhe musste man sich mittlerweile gut überlegen.
Am nächsten Morgen bestätigten sich die Prognosen und eisige - 24°C schlugen uns ins Gesicht. Also ab nach Ettal, um Falk zur Startlinie zu bringen. Kurz vor knapp waren wir dann am Parkplatz und Falk nahm seinen Platz zwischen den gut 1000 Startern ein. Ein wenig später erfolgte dann auch der Startschuss und die Meute war auf ihrem Weg. Nachdem alle Läufer an uns vorbei waren, konnte ich meine Finger und Füße kaum noch spüren - Rumstehen war kein wirklicher Spaß. Jammern half aber nix und so machten wir uns auf, um Falk an einigen Punkten der Strecke zu unterstützen. Nach einer kurzen Frustphase bei Kilometer 12 fand Falk sein Tempo und damit auch seinen Spaß am Skilaufen zurück. Zum Glück war für Falk die Kälte kein Problem. Fettcreme und Zwiebelschichtenprinzip zeigten sich also als gute Maßnahme gegen die allgegenwärtige Frische. Bei Dirk und mir hingegen waren die Füße immer noch taub und wir fuhren zurück in die Stadt, um unsere Ski wachsen zu lassen und uns mit zusätzlichen Socken und Fettcreme zu versorgen. Dann ging es zurück an die Strecke, um Falk auf seine letzten 10km einzustimmen. Nach 4:26 h erreichte er dann zufrieden auf Platz 460 den Torbogen in Oberammergau und berichtete von seinen Eindrücken.
Zurück im Appartement und eine warme Dusche später zogen Dirk und ich unsere Schlüsse aus Falks Berichten und legten uns eine Bekleidungsstrategie für unser Rennen am Sonntag zurecht. Nachdem meine Ski vom Wachsservice zurück waren, konnte ich es nicht lassen und musste unbedingt noch mal die Latten testen. Leider bestätigte sich meine Annahme, dass selbst ein professioneller Wachsmeister meine alten Ski nicht mehr wirklich konkurrenzfähig machen kann. So stand ich vor der Entscheidung, ob ich meinen deutlich schnelleren Nowax Rennski oder den langsameren Wachsski nehmen sollte. Letztlich habe ich mich für den Wachsski entschieden, da ich Bedenken hatte, mit der Schuppe ausreichend Abdruck auf der eisigen Spur zu finden. Damit war mir klar, dass die letzten 20km (die fast ausschließlich in der Doppelstocktechnik zurückgelegt werden) wohl sehr deprimierend sein werden, wenn man von zahlreichen gut rutschenden Skipaaren überholt werden wird.
Nach einer erneut viel zu kühlen Nachtruhe, machten wir uns wieder auf nach Ettal zu unserem Start. Da es am Samstag wohl zu einer hohen Anzahl an Erfrierungen gekommen war, gab es ständig Durchsagen von den Rennleitung. Man warnte vor den extremen Temperaturen und mahnte dazu, freiliegende Hautpartien entsprechend zu behandeln und auf Kontaktlinsen zu verzichten. Irgendwie bekam ich da schon ein mulmiges Gefühl und zog mir mein Buff noch etwas mehr ins Gesicht. Man merkte sofort, dass deutlich mehr Starter für das Klassikrennen gemeldet hatten (> 2000) als am Samstag. Entsprechend war auch der Startbereich fast restlos aufgefüllt, so dass Dirk und ich nur noch am letzten Ende des Feldes einen Platz für unsere Ski fanden. Hätten wir weiter vorne stehen wollen, hätten wir früher da sein müssen. Da standen wir lieber hinten, bevor wir ewig in der Kälte frieren müssten.
Endlich kam der Startschuss und es passierte nichts. Nur langsam kam das Feld in Bewegung und so stolperte man in Richtung Startlinie. Plötzlich war meine Spur weg und ich legte mich gleich nach 200m in den Schnee. Ich raffte mich wieder auf und reihte mich erneut in das Feld ein. Nach einigen weiteren 100m folgte ich einem anderen Sportler auf dem nicht gespurten Teil neben der Loipe und überholte so einen kleinen Teil des Feldes. Am ersten Anstieg hieß es allerdings wieder Stau. Mit etwas Mut ging ich erneut links am Feld vorbei und hoffte, dass mir niemand auf den Stock steigt. Dieses Spiel wiederholte sich die nächsten 8 km, bis ich endlich in ein etwas auseinandergezogeneres Feld vorgestoßen bin und mein eigenes Tempo laufen konnte. Wie es Dirk auf den ersten Kilometern erging, kann ich leider nicht sagen, da ich ihn schon beim Start aus den Augen verloren hatte. Besser wird es ihm aber auch nicht ergangen sein.
Wie schon bei Falk war die Kälte kein Problem. So konnte ich mich darauf konzentrieren, mit sauberer Technik an den Anstiegen Plätze gut zu machen und in den Abfahrten nicht sofort wieder alles zu verlieren. Hier und da stand Falk an der Strecke und erkundigte sich nach dem Befinden. Die Verpflegung war auch top und man konnte auf eigene Nahrung vollständig verzichten. Alle 5 oder 6 km ein Becher warmes Iso- Getränk haben mir für das Rennen ausgereicht. Nach ungefähr 30 km hatte man mit den Schloss Linderhof den höchsten Punkt des Rennens erreicht. Von nun an ging es bis auf Ausnahmen nur noch mit der Doppelstocktechnik vorwärts. Wie erwartet war ich nun mit meinem Ski ziemlich schlecht dran. Ich musste viel investieren, um nicht ständig überholte zu werden. Das war ganz schön demotivierend. Dirk hingegen konnte auf diesem Teil der Strecke voll auftrumpfen (so wurde mir berichtet). Da zahlte sich seine Investition in ein paar Fischer RCS Rennski aus. Die letzten 10km liefen für mich dann wieder ganz gut. Ich hatte noch genügend Kraftreserven, um mit hoher Frequenz meinen Ski am laufen zu lassen und überholte noch einige Athleten. Im Ziel zeigte meine Uhr 3:38 h an, was für mich vollkommen in Ordnung war und für einen 525. Platz reichte. So richtig ans Eingemachte bin ich nie gegangen und fühlte mich eigentlich immer wohl bei dem, was ich machte. Dirk brauchte etwas länger und durchquerte den Zielbogen nach 4:28 h auf Platz 1046.
Nach einer Portion Käsespätzle machten wir uns zufrieden auf den Rückweg ins Appartement, um uns eine verdiente heiße Dusche abzuholen.
Auf der Rückfahrt nach Lüneburg hatten wir dann noch ordentlich Redebedarf und werteten das Wochenende großzügig aus.
Fazit: Wir kommen wieder. Das Rennen ist super organisiert und macht Spaß. Die Landschaft ist beeindruckend und das Essen grandios. Was will man mehr?
Bis zum nächsten mal (dann wieder deutlich kürzer)
Frank
Am 3.2. 2012 machten sich 3 wagemutige Lüneburger auf den Weg ins schöne Allgäu nach Oberammergau, Austragungsort des größten deutschen Skimarathons und einzige Station der Worldloppet-tour in unserem Heimatland. Es galt, 51 km auf den Langlauflatten zu absolvieren - für Falk in der freien (Skating) und für Dirk und mich in der klassischen Technik. 8 Stunden dauerte unsere Fahrt quer durch Deutschland. Zeit genug also, um sich schon einmal mit dem vermeintlich größtem Hinderniss des Wochenendes auseinander zu setzen. Der Kälte. Die Prognosen hatten uns ja bereits vorgewarnt, dass es Temperaturen um die - 24 °C geben wird. Nur konnte sich keiner von uns so richtig vorstellen, wie kalt das eigentlich ist. Sport haben wir jedenfalls bei solchen Temperaturen noch nie getrieben.
In Oberammergau angekommen, holten wir unsere Startunterlagen und Falk ließ sich seine Ski für das Skatingrennen am Samstag wachsen. Noch lagen die Temperaturen um die -15 °C. Nachdem wir dann unsere Ferienwohnung bezogen hatten, gingen Dirk und Ich raus auf die Loipe, um wenigsten noch einmal richtige Ski unter den Füßen gehabt zu haben (und nicht nur Rollski). Außerdem konnte man so die Kleiderwahl für den Wettkampf testen. Mit zugeeistem Bart ging es nach lockeren 12km zurück ins Appartement, wo wir dann leider feststellen mussten, dass die Heizung offensichtlich nur zur Zierde eingebaut war. So richtig warm wurde es jedenfalls das ganze Wochenende nicht mehr in der Bude. Zum Abendessen gingen wir in die Stadt. Langsam gingen die Temperaturen runter und wir bekamen einen sehr guten Eindruck, was uns am nächsten Tag erwarten würde. Das Ausziehen der Handschuhe musste man sich mittlerweile gut überlegen.
Am nächsten Morgen bestätigten sich die Prognosen und eisige - 24°C schlugen uns ins Gesicht. Also ab nach Ettal, um Falk zur Startlinie zu bringen. Kurz vor knapp waren wir dann am Parkplatz und Falk nahm seinen Platz zwischen den gut 1000 Startern ein. Ein wenig später erfolgte dann auch der Startschuss und die Meute war auf ihrem Weg. Nachdem alle Läufer an uns vorbei waren, konnte ich meine Finger und Füße kaum noch spüren - Rumstehen war kein wirklicher Spaß. Jammern half aber nix und so machten wir uns auf, um Falk an einigen Punkten der Strecke zu unterstützen. Nach einer kurzen Frustphase bei Kilometer 12 fand Falk sein Tempo und damit auch seinen Spaß am Skilaufen zurück. Zum Glück war für Falk die Kälte kein Problem. Fettcreme und Zwiebelschichtenprinzip zeigten sich also als gute Maßnahme gegen die allgegenwärtige Frische. Bei Dirk und mir hingegen waren die Füße immer noch taub und wir fuhren zurück in die Stadt, um unsere Ski wachsen zu lassen und uns mit zusätzlichen Socken und Fettcreme zu versorgen. Dann ging es zurück an die Strecke, um Falk auf seine letzten 10km einzustimmen. Nach 4:26 h erreichte er dann zufrieden auf Platz 460 den Torbogen in Oberammergau und berichtete von seinen Eindrücken.
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| Falk davor |
![]() |
| Und danach |
Zurück im Appartement und eine warme Dusche später zogen Dirk und ich unsere Schlüsse aus Falks Berichten und legten uns eine Bekleidungsstrategie für unser Rennen am Sonntag zurecht. Nachdem meine Ski vom Wachsservice zurück waren, konnte ich es nicht lassen und musste unbedingt noch mal die Latten testen. Leider bestätigte sich meine Annahme, dass selbst ein professioneller Wachsmeister meine alten Ski nicht mehr wirklich konkurrenzfähig machen kann. So stand ich vor der Entscheidung, ob ich meinen deutlich schnelleren Nowax Rennski oder den langsameren Wachsski nehmen sollte. Letztlich habe ich mich für den Wachsski entschieden, da ich Bedenken hatte, mit der Schuppe ausreichend Abdruck auf der eisigen Spur zu finden. Damit war mir klar, dass die letzten 20km (die fast ausschließlich in der Doppelstocktechnik zurückgelegt werden) wohl sehr deprimierend sein werden, wenn man von zahlreichen gut rutschenden Skipaaren überholt werden wird.
Nach einer erneut viel zu kühlen Nachtruhe, machten wir uns wieder auf nach Ettal zu unserem Start. Da es am Samstag wohl zu einer hohen Anzahl an Erfrierungen gekommen war, gab es ständig Durchsagen von den Rennleitung. Man warnte vor den extremen Temperaturen und mahnte dazu, freiliegende Hautpartien entsprechend zu behandeln und auf Kontaktlinsen zu verzichten. Irgendwie bekam ich da schon ein mulmiges Gefühl und zog mir mein Buff noch etwas mehr ins Gesicht. Man merkte sofort, dass deutlich mehr Starter für das Klassikrennen gemeldet hatten (> 2000) als am Samstag. Entsprechend war auch der Startbereich fast restlos aufgefüllt, so dass Dirk und ich nur noch am letzten Ende des Feldes einen Platz für unsere Ski fanden. Hätten wir weiter vorne stehen wollen, hätten wir früher da sein müssen. Da standen wir lieber hinten, bevor wir ewig in der Kälte frieren müssten.
Endlich kam der Startschuss und es passierte nichts. Nur langsam kam das Feld in Bewegung und so stolperte man in Richtung Startlinie. Plötzlich war meine Spur weg und ich legte mich gleich nach 200m in den Schnee. Ich raffte mich wieder auf und reihte mich erneut in das Feld ein. Nach einigen weiteren 100m folgte ich einem anderen Sportler auf dem nicht gespurten Teil neben der Loipe und überholte so einen kleinen Teil des Feldes. Am ersten Anstieg hieß es allerdings wieder Stau. Mit etwas Mut ging ich erneut links am Feld vorbei und hoffte, dass mir niemand auf den Stock steigt. Dieses Spiel wiederholte sich die nächsten 8 km, bis ich endlich in ein etwas auseinandergezogeneres Feld vorgestoßen bin und mein eigenes Tempo laufen konnte. Wie es Dirk auf den ersten Kilometern erging, kann ich leider nicht sagen, da ich ihn schon beim Start aus den Augen verloren hatte. Besser wird es ihm aber auch nicht ergangen sein.
Wie schon bei Falk war die Kälte kein Problem. So konnte ich mich darauf konzentrieren, mit sauberer Technik an den Anstiegen Plätze gut zu machen und in den Abfahrten nicht sofort wieder alles zu verlieren. Hier und da stand Falk an der Strecke und erkundigte sich nach dem Befinden. Die Verpflegung war auch top und man konnte auf eigene Nahrung vollständig verzichten. Alle 5 oder 6 km ein Becher warmes Iso- Getränk haben mir für das Rennen ausgereicht. Nach ungefähr 30 km hatte man mit den Schloss Linderhof den höchsten Punkt des Rennens erreicht. Von nun an ging es bis auf Ausnahmen nur noch mit der Doppelstocktechnik vorwärts. Wie erwartet war ich nun mit meinem Ski ziemlich schlecht dran. Ich musste viel investieren, um nicht ständig überholte zu werden. Das war ganz schön demotivierend. Dirk hingegen konnte auf diesem Teil der Strecke voll auftrumpfen (so wurde mir berichtet). Da zahlte sich seine Investition in ein paar Fischer RCS Rennski aus. Die letzten 10km liefen für mich dann wieder ganz gut. Ich hatte noch genügend Kraftreserven, um mit hoher Frequenz meinen Ski am laufen zu lassen und überholte noch einige Athleten. Im Ziel zeigte meine Uhr 3:38 h an, was für mich vollkommen in Ordnung war und für einen 525. Platz reichte. So richtig ans Eingemachte bin ich nie gegangen und fühlte mich eigentlich immer wohl bei dem, was ich machte. Dirk brauchte etwas länger und durchquerte den Zielbogen nach 4:28 h auf Platz 1046.
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| Dirk danach |
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| Meinereiner danach |
Nach einer Portion Käsespätzle machten wir uns zufrieden auf den Rückweg ins Appartement, um uns eine verdiente heiße Dusche abzuholen.
Fazit: Wir kommen wieder. Das Rennen ist super organisiert und macht Spaß. Die Landschaft ist beeindruckend und das Essen grandios. Was will man mehr?
Bis zum nächsten mal (dann wieder deutlich kürzer)
Frank
Samstag, 28. Januar 2012
König Ludwig Lauf
Moin,
lange nix gepostet hier. Also müssen mal wieder ein paar Zeilen getippt werden.
Im Moment fühle ich mich richtig gut. Mein Training läuft seit einigen Wochen sehr kontinuierlich und erfolgreich. Nur Schwimmen habe ich mehr als schleifen lassen. Auch meine Saisonplanung habe ich weitestgehend fertig und kann in den Terminen eingesehen werden.
In einer Woche mache ich mich dann auf nach Oberammergau, um meinen Langlaufski den ersten Schnee in diesem Jahr zu gönnen. Bin mal gespannt, wie ich den Lauf überstehe, nachdem ich ja nur mit den Rollski trainiert habe. Leider hat es bei uns etwas geschneit, zu wenig für Ski aber zuviel für die Roller. Trotzdem setze ich auf den Räumdienst, damit ich an diesem Wochenende nochmal einen langen Lauf auf den Rollern machen kann und hoffe, dass sich mein Rücken langsam an das ständige Aufrichten beim Doppelstockschieben gewöhnt hat. Der hat mir nämlich bei den letzten Einheiten immer noch ganz schön Ärger gemacht. Wie auch immer, die Vorfreude auf den König Ludwig Lauf ist schon groß. Wenn ich die Sache dann anständig absolviert habe, werde ich berichten.
Bis dahin, Ski heil
Frank
lange nix gepostet hier. Also müssen mal wieder ein paar Zeilen getippt werden.
Im Moment fühle ich mich richtig gut. Mein Training läuft seit einigen Wochen sehr kontinuierlich und erfolgreich. Nur Schwimmen habe ich mehr als schleifen lassen. Auch meine Saisonplanung habe ich weitestgehend fertig und kann in den Terminen eingesehen werden.
In einer Woche mache ich mich dann auf nach Oberammergau, um meinen Langlaufski den ersten Schnee in diesem Jahr zu gönnen. Bin mal gespannt, wie ich den Lauf überstehe, nachdem ich ja nur mit den Rollski trainiert habe. Leider hat es bei uns etwas geschneit, zu wenig für Ski aber zuviel für die Roller. Trotzdem setze ich auf den Räumdienst, damit ich an diesem Wochenende nochmal einen langen Lauf auf den Rollern machen kann und hoffe, dass sich mein Rücken langsam an das ständige Aufrichten beim Doppelstockschieben gewöhnt hat. Der hat mir nämlich bei den letzten Einheiten immer noch ganz schön Ärger gemacht. Wie auch immer, die Vorfreude auf den König Ludwig Lauf ist schon groß. Wenn ich die Sache dann anständig absolviert habe, werde ich berichten.
Bis dahin, Ski heil
Frank
Samstag, 24. Dezember 2011
Frohes Fest
Ich wünsche allen Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest. Genießt die Stunden mit der Familie und schöpft Kraft für Eure zukünftigen Aufgaben.
Und es gibt ihn doch.
Frank und Familie
Und es gibt ihn doch.
Frank und Familie
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