Samstag, 4. Mai 2013

Bestzeit

Bevor ich etwas zu den vergangenen Wochen schreibe, will ich vorweg nehmen, dass ich es zum ersten Mal seit vier Jahren geschafft habe, bei einem Früjahrshöhepunkt gesund und gut vorbereitet an der Startlinie zu stehen. In diesem Jahr war es der Hamburg Marathon. Ist doch schön, oder?

Aber der Reihe nach.
Nachdem der Winter deutlich länger in Deutschland verweilte als erwartet und ich in diesem Jahr auf mein traditionelles Trainingslager auf Mallorca verzichtet habe, hatte ich keine Wahl und musste bei Eis und Schnee meine Trainingskilometer in heimischen Gefilden abspulen. Es war zwar hart, aber dank Zwiebelschichtprinzip und der perfekten Kleidung von Skinfit konnte ich wenigstens den niedrigen Temperaturen trotzen. Aber es ist schon etwas seltsam, wenn du mit dem Rennrad unterwegs bist und dicke Schneeflocken vom Himmel fallen. Naja, ich habe alles gesund und heil überstanden und konnte wirklich schöne und effektive Einheiten realisieren. Sicherlich fehlen die üblichen KA Intervalle am Berg, aber man kann ja nicht alles haben. Immerhin konnte ich mein Frühjahrslager mit Sonnenschein beim Duathlon in Scheeßel beenden - eines meiner Lieblingsrennen und das nicht nur, weil ich hier drei Mal einen Sieg und zwei Mal einen zweiten Platz einfahren konnte. Als letzter Wettkampftest vor Hamburg konnte ich mit einer soliden und zuversichtlich stimmenden Laufform die beiden Laufabschnitte absolvieren.Nur beim Radfahren fehlten ein paar Prozent, was aber zu erwarten war. Dennoch konnte ich den zweitschnellsten Radsplit ablieferrn. Zum vierten Sieg reichte es leider trotzdem nicht, denn mit Philipp Fahrenholz hatte ich einen Gegner, der mir auf dem Rad gehörig um die Ohren gefahren ist. Da nützte es mir auch nichts mehr, dass ich beim zweiten Lauf etwas aufschließen konnte. Letztlich war mein Rückstand zu groß, so dass ich dann in aller Ruhe die letzten Kilometer austrudeln konnte. Die Form schien zu stimmen und ich war guter Dinge für Hamburg.
Für den Marathon hatte ich mir vorgenommern, eine neue Bestzeit zu laufen. Die Bisherige stammte vom Dresden Marathon und lag bei 2:39:25h aus 2006. Ich hatte mir also vorher ausgerechnet, welche Pace ich laufen musste, um unter der alten Zeit zu bleiben. Vom Start weg versuchte ich ein konstantes Tempo anzuschlagen. Dank GPS konnte ich mich super kontrollieren und lief diszipliniert in einer Gruppe um die spätere Hamburger Meisterin. Ich war wirklich erstaunt, dass ich mein Tempo so konstant halten konnte. Während des Laufes verpflegte ich mich regelmäßig mit HIGH5 Isogel und wartete auf den Mann mit dem Hammer. Er kam aber nicht. Immer mehr Läufer fielen aus meiner Gruppe heraus und erst bei Kilometer 38 wurden mir meine Beine schwer und ich konnte nicht mehr ganz meine Pace halten. Trotzdem reichte es noch für einen kleinen Schlussspurt, damit die Uhr unter 2:38 stehen blieb. Am Ende konnte ich meine Bestzeit um genau zwei Minuten auf 2:37:54 h steigern. Jaja, ich weiß, es ist nur ne schnelle Frauenzeit, aber damit kann ich gut leben ;-) und es hat sogar noch Spaß gemacht.

Es läuft

Beim Halbmarathon war die Gruppe noch recht groß

Nach der Arbeit


Jetzt widme ich mich wieder dem Triathlon, da warten einige Mitteldistanzen auf mich. Also, auf, es gibt viel zu tun.




Bis denne
Frank

Dienstag, 19. Februar 2013

Öde

Keine Ahnung, was ich im Moment schreiben soll. Seit drei Wochen kein Training, da mich die Grippe erwischt hat.
Immerhin, mein neues Arbeitsgerät ist da. Danke Antritt für das Cannondale Slice RS DI2. Jetzt müsste man nur noch trainieren können.

Slice RS front

Slice RS mit DI2 und Friesenmauer

nochmal


auf bessere Tage
Frank

Montag, 31. Dezember 2012

Zu fünft ins Neue

Hallo,
die letzten Wochen waren sehr turbulent. Wie Ihr dem Bild entnehmen könnt, sind wir nun zu fünft und da bekommt unser Alltag ein ganz eigene Dynamik. Adam fügt sich aber gut ein und mit der Zeit kommt die Routine. Dann habe ich sicherlich auch wieder Zeit etwas mehr hier zu schreiben.
Naja immerhin sind die Termine festgehalten und die Lauferei geht auch schon wieder ganz gut. Vielleicht sieht man sich ja bei dem einen oder anderen Rennen.

Jetzt kommt alle gut ins neue Jahr, verjagt die alten Geister und bleibt gesund.

Jetzt reicht es auch für Pentathlon ;-)
Wir sehen und hören uns im nächsten Jahr

bis denne
Frank

Montag, 5. November 2012

Dann wollen wir mal wieder

Die Zeit ist gekommen, ich verlasse nun wieder die Phase lethargischer Sportabstinenz und versuche, meinen Geist und Körper in Form zu bringen. Leider macht der Körper noch ein paar Problemchen, denn so richtig ist meine hartnäckige Entzündung im Fuß noch nicht verschwunden. Aber das wird schon...

In den nächsten Wochen versuche ich auch meine Saisonplanung 2013 fertig zu stellen. Fest steht, dass ich keine Langdistanz machen werde. Schwerpunkt soll auf der Mitteldistanz und der Regionalliga liegen. Aber bevor es in die Triathlonsaison geht, werde ich erstmalig den Hamburg Marathon laufen.

Neues gibt es auch von der Sponsorenfront. Von Kopf bis Fuß hülle ich mich im nächsten Jahr in die feinen Sachen von Skinfit.  Bei Skinfit passt alles zusammen: zeitloses Design, innovative Ideen und top Qualität. Und nicht zu vergessen ist die absolut faire und nachhaltig ökologische Herstellung. Ich freue mich drauf und hoffe auf erfolgreiche Rennen.




Dann frisch ans Werk und auf spannende Wochen
Frank

Samstag, 18. August 2012

Alles gut gegangen

Sechs Wochen sind rum und ich habe zwei Langdistanzen (Roth, Glücksburg), eine Mitteldistanz (Waren) und eine Kurzdistanz (Güstrow) in den Knochen. Und zu meinem Erstaunen habe ich alles anständig überstanden, wenn wir Roth mal ausklammern.

Am wichtigsten war mir natürlich ein gutes Abschneiden in Glücksburg, nachdem ich ja mein Ergebnis von Roth überhaupt nicht akzeptieren konnte. Und auch wenn ich in Glücksburg keine Bestzeit aufstellen konnte und meine Laufleistung nach wie vor weit von dem entfernt ist, was mich in früheren Jahren auf der Langdistanz ausgezeichnet hatte, so kann ich mit meinem Rennen an der Ostsee sehr zufrieden sein. Wer weiß, was drin gewesen wäre, wenn ich Roth nicht ...

Jetzt aber der Reihe nach. In der Nacht vor dem Rennen hatte es aus Eimern gekübelt und pünktlich zum Aufstehen um 4:30 Uhr gab es dazu noch Blitz und Donner. Ich konnte mir nicht vorstellen, bei diesem Wetter den Weg zur Wechselzone auf mich zu nehmen und dachte bereits darüber nach alles abzusagen. Zum Glück besserte sich das Wetter und die Bedingungen schienen ideal zu werden.
Nach meinem Schwimmen in Roth war ich guter Dinge, dass ich auch in der Ostsee eine ansprechende Leistung abliefern kann. Und so kam es dann auch. Nach der üblichen Schlägerei zum Anfang konnte ich mich schnell in einer Gruppe festsetzen und ein paar Körner im Wasserschatten sparen. Zu meinem Erstaunen befand ich mich beim Ausstieg aus dem Wasser in eine Gruppe mit Harald Funk und mit nur knapp 2 Minuten Rückstand auf Christian Nitschke sehr gut im Rennen.

Unter der Anfeuerung des Lüneburger Fanclubs wechselte ich mehr oder weniger schnell auf mein Slice und begab mich auf die Radstrecke.
Die sechs mal zu fahrende Radrunde hat deutlich mehr Höhenmeter als man an der Ostsee erwarten würde. Auch die vielen Ecken und Kurven verlangten etwas Zurückhaltung, da die Straße noch sehr nass war. Das Schöne an den Runden ist, dass man sich das Radrennen hervorragend einteilen kann. Jede Runde ein High 5 Gel, eine Banane, einen High 5 Riegel und und und.
Ich versuchte, jede Runde gleich schnell bzw. mit gleicher Leistung zu fahren. Mein Plan ging auch gut auf und ich konnte mich einige Positionen nach vorne schieben. Christian und Harald fuhren ein starkes Rennen, vergrößerten ihren Vorsprung und kamen ungefähr acht Minuten früher zum Laufwechsel als ich. Am Ende standen für mich 4:45 h auf dem Papier und ich habe durchschnittlich 5 Watt mehr getreten als in Roth. Auf Position sechs ging ich auf den schwierigen Laufkurs. 5 Runden mussten absolviert werde, auf denen es ständig hoch und runter ging und immer wieder auch der Belag wechselte. Vom unebenen schmalen Singletrail, über groben Schotter bis hin zum Asphalt ist alles dabei.
Für mich war vor dem Lauf vom Rennergebnis her alles drin. Innerhalb von acht Minuten lagen die Top 10 zusammen. Seit 2009 bin ich bei jedem abschließenden Marthon nach knapp 25 euphorischen und schnellen Kilometern immer gegen eine Wand gelaufen. Das wollte ich dieses Mal vermeiden und entschloss mich, sehr zurückhaltend anzulaufen, dafür aber das Tempo bis zum Ende halten zu können. Das fiel mir sehr schwer, da ich mich schon sehr stark auf der ersten Runde einbremsen musste. Bis zur dritten Runde konnte ich mein Tempo aber halten und mich immer näher an meine Kontrahenten schieben. Dann kam leider wieder der Mann mit dem Hammer und ich musste kämpfen, um nicht gehen zu müssen. Zum Glück ging es meinen Mitstreitern nicht sehr viel besser. Nur Georg Anstett und ein sehr schneller Däne liefen an mir vorbei. Ich konnte im Gegenzug noch zwei Kontrahenten überholen und mich bis auf 20 Sekunden an den fünft platzierten Sören Wallmen herankämpfen. Das war es dann aber auch und die Uhr blieb bei 8:56 h stehen. Mehr war einfach nicht drin. Der Sieg ging an einen tapferen Christian Nitschke (8:43:33h), der nun zum dritten mal in Folge das Rennen gewinnen konnte. Dafür Chapeau.

Die nackten Zahlen: Schwimmen: 56:02 min, Rad: 4:45:54 h, Lauf: 3:09:57 h, Gesamt: 8:56:16h, Platz 6.

noch 3 Runden


Abschließend möchte ich mich bei Jonathan und Steffi für die Unterstützung und Versorgung auf der Strecke bedanken, ohne die ich wahrscheinlich ins Ziel hätte kriechen müssen. Dass ich überhaupt vier Wochen nach Roth trotz entzündeter Sehne im Fuß an der Startlinie stehen konnte, verdanke ich den magischen Händen von Michi.

Und nun noch ein abschließendes Wort zur Veranstaltung an sich. Der Ostseeman ist einfach ein tolles Rennen. Super organisiert, mit tollem Publikum und schönen, wenn auch nicht gerade leichten, Strecken. Auch für die Zuschauer gibt es durch die Runden viele Möglichkeiten, die Athleten immer wieder anzufeuern. Ich hoffe nur, dass die Veranstalter nicht noch mehr Teilnehmer zulassen, denn dafür sind die Strecken einfach nicht ausgelegt.

Sollte ich nochmal eine Langdistanz ohne M-Dot machen, dann wird es der Ostseeman sein.

Bis später
Frank

Mittwoch, 1. August 2012

An die Ostsee

Moin,
am vergangenen Wochenende bin ich in Waren/Müritz beim Triathlon über die Mitteldistanz angetreten. Nach meinem entäuschenden Auftritt in Roth war das ein erster Versuch meiner persönlichen Wiedergutmachung.
Über Roth will ich hier nun auch keine Worte mehr verlieren. Bis auf das Schwimmen, lief nichts so wie es sollte. Letztlich endete das Rennen mit einer 15km Wanderung.

Da ich mit diesem Ergebniss nicht leben kann, habe ich mich dazu entschlossen, in Glücksburg beim Otseeman zu starten. Ein sehr schönes Rennen, welches ich 2008 bereits mit einem vierten Gesamtrang und meiner bisherigen Bestzeit beenden konnte. Es kann natürlich gut sein, dass nur vier Wochen nach Roth nicht viel geht, vielleicht aber auch nicht. Versuch macht klug.

In Waren war die Form jedenfalls schon wieder ganz gut. Das Schwimmen war dank der Wellen ziemlich unangenehm und ich kam mit ordentlichem Rückstand als 15. aus dem Wasser. Auf dem sehr windigen Radkurs begann dann meine Aufholjagd. Ich fuhr beide Runden konstant im gleichen Wattbereich und konnte meinen Rückstand auf den Zweitplatzierten und Vorjahressieger Mathias Dietze auf 50 Sekunden reduzieren. Nur Christian Ritter war mittlerweile fast 8 Minuten enteilt. Für das Laufen hatte ich mir schon im Vorfeld vorgenommen, nur die erste von zwei Runden im Wettkampftempo zu laufen und danach rauszunehmen, um mich für den Ostseeman zu schonen. So sollte es dann auch sein. In der ersten Runde blieben die Abstände zwischen uns ersten dreien in etwa gleich, nur zu den folgenden Plätzen wurde der Vorsprung immer größer.
Selbst als ich dann im Trainingstempo unterwegs war, wurde mein Vorsprung nicht geringer. Letztlich lief ich ungefährdet hinter Ritter und Dietze auf Platz 3 ins Ziel und hatte einige Körner für Glücksburg gespart.

Zieleinlauf mit fast kompleter Familie


Als nächstes geht es also an die Ostsee und eine Woche später zum Regionalligarennen nach Güstrow.
Macht dann zwei Langdistanzen, eine Mittel- und eine Kurzdistanz in sechs Wochen. Ob das gut geht? Wir werden es sehen.

so long
Frank

Sonntag, 24. Juni 2012

14 Tage noch

Moin moin,

ab heute sind es noch  zwei Wochen bis zur Challenge Roth und mein letztes intensives Trainingswochenende ist geschafft.

Der etwas vernachlässigte blog zeigt, dass ich in den letzten Wochen zwischen Training, Wettkämpfen, Arbeit und dem normalen Familienalltag kaum Zeit für einen Eintrag hatte. Dabei ist so viel berichtenswertes passiert.

Ich konnte den Run for Help in Lüneburg gewinnen - Ein Lauf zugunsten Multiple Sklerose-Erkrankter und zugleich auch der nur alle zwei Jahre ausgetragene Stadtlauf von Lüneburg. Nach 2006 und 2008 war dies nun mein dritter Sieg. 


 

Zwei Tage später ging es dann zum ersten Regionalliga-Wettkampf nach Hamburg. In diesem Jahr zeigt sich unser Kader stark verbessert und wir können ein Wort ums Treppchen mitreden. In Hamburg sollte es allerdings noch nicht so weit sein, da Stephan krank ausfiel und wir etwas mit der Aufstellung improvisieren mussten. Letztlich beendeten wir die Teamwertung mit Platz 6. 
Mein persönliches Rennen verlief gar nicht so schlecht. Das Schwimmen war eher durchwachsen und auf dem Rad fühlte ich doch noch den Run for Help in den Beinen. Daher konnte ich das Gaspedal nicht ganz bis nach unten drücken. Der Lauf hingegen ging ziemlich locker von der Hand und ich konnte mich noch etwas nach vorne arbeiten.


Der nächste Regionalligatriathlon wartete bereits eine Woche später auf uns. In Itzehoe gab es erst einen Swim and Run und einige Stunden später dann einen Sprinttriathlon. In den Sprinttriathlon ging man mit dem Rückstand, den man sich im Swim and Run eingefangen hatte, ins Rennen. 
Im Sprint konnten wir dann voll aufdrehen und mit starken Rad- und Laufzeiten die anderen Teams überraschen. Mit Platz 6 (Ich), 10 (Jonathan), 15 (Sebastian), 18 (Henno) und einem etwas unglücklichen 63. Rang (Julian) zeigten wir mannschaftliche Geschlossenheit und gewannen unser erstes Regionalligarennen.
Siegerteam: Julian, Sebastian, Meinereiner, Jonathan und Henno

Wie in Hamburg konnte ich richtig gut laufen und auch beim Radfahren lief es wieder ordentlich. Selbst das Schwimmen konnte überzeugen. 



Radeln in Itzehoe
Und wie sieht es jetzt mit der Form für Roth aus? Naja, ich fühle mich gut. Ich habe gut trainiert und konnte meine Vorgaben realisieren. Auch meine Rennergebnisse lassen Grund zur Hoffnung. Einzig und allein das Schwimmen habe ich zu stark vernachlässigt, aber das muss ich jetzt erstmal so hinnehmen.


Die nächsten 14 Tage heißt es nun frische Beine kriegen, Spannung halten und gesund die Startlinie erreichen.


bis später
Frank